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Romy Schneider für die Ewigkeit


"Sissi"-Filme tiefgefroren

Mit der Rolle als "Sissi" hat die Schauspielerin Romy Schneider weltweit die Herzen des Publikums erobert. Die drei Filme über das Leben der österreichischen Kaiserin Elisabeth erreichen bei TV-Wiederholungen noch immer hohe Einschaltquoten. Doch der "Zahn der Zeit" hat an den alten Streifen erheblich genagt. Mit modernster digitaler Technologie hat die Münchner Unternehmensgruppe von Leo Kirch die drei Filme aufwendig restaurieren lassen, um sie der Nachwelt möglichst originalgetreu zu erhalten.

 Auf der Jagd nach dem Grauschleier

Die damals 17-jährige Romy Schneider war 1955 mit dem ersten "Sissi"-Film schlagartig zum Star geworden. Am 23. September 2009 wäre die unvergessene, 1982 gestorbene Schauspielerin aus Wien 70 Jahre alt geworden. "Mit jeder Kopie haben sich die Original-Negative im Laufe der Jahre abgenutzt", sagt Materialexperte Paul Reichl von Kirchs Firma Taurus-Film. Und von den "Sissi"-Filmen wurden Hunderte von Kopien gemacht. Die Folge: Die Farben verblassten, durch Schmutz auf den  Filmen bildete sich ein Grauschleier. Für die beteiligten Techniker war die rund 300.000 DM teure Restaurierung eine spannende Kleinarbeit. Bild für Bild wurde elektronisch "abgetastet" und auf ein neues digitales "Mutterband" übertragen. Dabei wurden am Computer-Bildschirm nicht nur die Farben aufgefrischt, sondern auch Kratzer auf dem Filmmaterial retuschiert. "
Auch das für alte Kinostreifen typische Grieseln und Flimmern, das durch chemische Veränderungen in der Emulsionsschicht des Films entsteht, haben wir beseitigt", erklärt Reichl. Das Rauschen wurde ebenfalls weitgehend weggefiltert. "Einen überdimensionierten elektronischen Touch haben wir aber vermieden, um die alten Filme nicht steril wirken zu lassen", betont der Experte.

sissi                  sissibox          sissitrilogie 

Vakuumverpackt in Aluminiumfolie

Die Vertriebsrechte für die "Sissi-Trilogie" liegen seit den 70er Jahren bei Kirch, auch die Original-Negative sind seit langem im Besitz des Münchner Medien-Moguls. Künftige Kopien werden vom neuen digitalen "Mutterband" gezogen. Nach dem Motto "Unsterbliche Sissi" sollen die Original-Negative dagegen tiefgefroren für eine Ewigkeit konserviert werden. Dazu wird der Emulsionsschicht der Filme in Trockenschränken die Flüssigkeit weitgehend entzogen, dann werden sie locker aufgerollt und - ähnlich wie gemahlener Kaffee - zweifach in Alufolie vakuumverpackt. In Pappkartons kommen sie dann ins "Allerheiligste" von Kirchs riesigen Filmlagern in Unterföhring: in einen etwa klassenzimmergroßen Kühlraum, in dem die wertvollsten Filme derartig verpackt bei minus acht Grad aufbewahrt werden.

"Sissi" auch im Jahr 2500 noch Kassenschlager?

"Der Tod jeden Filmmaterials sind Feuchtigkeit und hohe Temperaturen", erklärt Reichl. "Mit dieser Konservierung sichern wir die Filme mindestens für 500 Jahre. Und ich bin überzeugt, daß 'Sissi' auch im Jahr 2500 noch gerne gesehen wird - diese Filme sind einfach Klassiker." Die Konservierung sei wichtig, weil man künftige Techniken zur Filmbearbeitung ja nicht vorausahnen könne.

Die Sensation !

makingoff
Bei der Suche nach den besterhaltenen  Filmszenen stießen die Restauratoren in den Archiven auch auf bisher unbekanntes, ca. 18 minutenlanges,  Schwarz-Weiß-Filmmaterial, das die Dreharbeiten zum zweiten Teil der Sissi-Trilogie anschaulich dokumentiert. Auch ein Tonband wurde gefunden, auf dem Romy Schneider selbst (!) die Arbeit des Filmteams kommentiert. So erzählt sie etwa, wie ein störrischer Esel sie bei den Aufnahmen abgeworfen und ihr etliche blaue Flecken beschert hat.

Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen zeigen Romy Schneider auch, wie sie auf einem Balkon von Schloß Schönbrunn in Wien ihren Text bespricht. Gleichzeitig fährt unten ihr Filmpartner Karlheinz Böhm mit "Jockele" vor und hupt.

"Jockele" war ein Karman Ghia, den Romy kurz zuvor zu ihrem 18. Geburtstag geschenkt bekommen hatte.


Jürgen Balthasar & Das Romy Schneider Archiv

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